"Die Dilts-Methode" - Auszug aus der VDS-Broschüre
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| Theoret. Erklärungsmodell |
Die Dilts-Methode ist Teil des NLP (Neuro-Linguistisches Programmieren), welches davon ausgeht, dass der Legasthenie wie der Dyskalkulie - neben möglichen anderen Einflussgrößen - vor allem anpassungsbedürftige Lern- und Erinnerungs- Strategien zu Grunde liegen. Jedes Lernen und Erinnern bedient sich der fünf Sinneskanäle, beim schulischen Lernen vor allem des Sehens, des Hörens und des Fühlens. Zuerst werden die Informationen von außen aufgenommen und im Gehirn gespeichert. Beim Lesen und Schreiben sind dies die sichtbare Schrift und die Satzzeichen, beim Rechnen sind es die Ziffern und Rechenzeichen. Diese stellen „Grapheme" dar.- Danach können die Grapheme aus der Speicherung wieder abgerufen werden, nur innerlich ('mental') sichtbar. Dies wird hier als „Visualisieren" bezeichnet. Die visualisierten Grapheme werden dann ausgesprochen oder aufgeschrieben. Dem visuellen "Erinnern" muss demnach das visuelle "Einspeichern" vorausgegangen sein. Dieser Vorgang läuft normalerweise rasch und unbewusst ab. Er fußt auf der „Graphologischen Bewusstheit", die gut trainierbar ist. |
| Ansatz für Legasthenie / Dyskalkulie |
NLP zieht als Vergleichsmaßstab (und als Vorbild) die Lernstrategien der exzellenten Rechtschreiber (und Rechner) heran. Die Strategie eines Menschen beim Rechnen wird so ermittelt: Beim Abfragen eines Rechenergebnisses, z. B. "7 x 8", wird der exzellente Rechner das Ergebnis „56“ aus seinem „Inneren Mathebuch“ visuell erinnern und ohne Zögern aussprechen. Der kreative Rechner dagegen wird "rechnen" (d. h. innerlich sprechen und horchen), bevor er das Ergebnis ausspricht. Im ersten Fall wird "visualisiert", im zweiten auditiv vorgegangen. Auch hier erbringt die Nachfrage: "Was hast du innerlich gemacht, um das Ergebnis zu erhalten?" in der Regel die Bestätigung dafür. |
| Wirkung der Therapie | Das Training der Dilts-Methode vermittelt das KnowHow der exzellenten Rechtschreiber und Rechner. Nach einer „Nacharbeits-Phase", in der das bereits gespeicherte Wissen auf Korrekturbedarf überprüft wird, sind Legastheniker bzw. Rechenschwache mindestens ebenso leistungsfähig wie jeder durchschnittliche Schüler, also innerhalb von ca. ½ Jahr. |
| Für wen geeignet | Schüler und Erwachsene aller Leistungsbereiche und Altersstufen |
| Auf wen geht die Therapiemethode zurück? | Robert Dilts hat 1972 die innere Vorgehensweise ("Strategie") beim Rechtschreiben aufgeklärt und erstmalig beschrieben. Eine übersetzte Beschreibung findet sich in K.H. Schick "NLP und Rechtschreibtherapie", Junfermann-Verlag 2004 |
| Ausbildung / Abschluss für TherapeutInnen |
LernCoach (NLP/nlpaed*) (*eine Ausbildung mit Zertifikat - anerkannt durch nlpaed, den Fachverband für neuro-linguistische Verfahren in Bildung und Erziehung e.V.) |
| Voraussichtliche Dauer der Therapie Stunden/Woche | Max. 15 Einzelstunden zum Training der Dilts-Methode: ca. 6-10 Wochen mit 1 Stunde/ Woche (Vermittlung + Training der Strategie), danach ca. 4-6 Monate mit 1 Stunde/Monat (Langzeitbegleitung). |
| Ablauf der Therapie |
Bearbeitet wird nur das, was der Klient (noch) braucht auf dem Weg zum exzellenten Lerner. Das Einzeltraining ermöglicht es, auf den bereits vorhandenen Stärken aufzubauen und den Klienten auf dem Weg zum sicheren Lern-KnowHow zu begleiten.- Dies kann auch in Gruppenkursen (Schulklassen) vermittelt werden. |
| Kosten | Richtwert: 90 - 120 SFr/Trainingsstunde |
| Übernahme Krankenkasse | keine bekannt |
| Verbreitung bei Legasth. / Dyskalkulie-TherapeutInnen |
Adressen sind über NLP-Verbände und -Institute zu erfahren, z.B. www.nlp.ch oder www.nlp.de/hanlp oder www.dvnlp.de oder www.LernCoaching-NLP.de |
| Mitarbeit der Eltern / Betreuer |
Eltern / Betreuer / Lehrer sollten in den Trainingsstunden anwesend sein und „mitlernen", um beim täglichen Üben ggf. unterstützen zu können. |
| Aufwand zu Hause |
Tägliche Übezeit ca. 15 Minuten, bis zum Erreichen des vorab definierten Leistungsziels |
| Hilfsmaterial | Nur Schreibzeug und Wörterbuch; kein spezifisches Übungsmaterial |
| Medikamentöse Begleitung | ----- |
| Einsatz auch für Laien geeignet/ möglich | Ja; bei Problemen sollte ein ausgebildeter LernCoach (NLP/nlpaed) oder ein Therapeut mit einer NLP-Ausbildung zugezogen werden. |
| Möglichkeit zur Integration in den Schulunterricht | B. Hierdeis: Erfolgreiches tägliches Rechtschreib-Training, 2004 B. Faber: Rechnen - Ein Erfahrungsbericht mit Schülern einer Förderschule, 2006 |
| Empfohlene Literatur | Meine Artikel können Sie per E-mail anfordern. |