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„Schon sechs Mal habe ich das Kapitel im Fachbuch gelesen und trotzdem vergesse ich immer wieder alles. Und das Mitschreiben in den Vorlesungen bringt mir auch nichts. So kann es nicht weiter gehen". Die Freiburger Medizinstudentin Susanne F. im ersten Semester war verzweifelt - bis sie irgendwann eine Kleinanzeige „LernCoaching - Schnupperstunde kostenlos" las. Da fasste sie den Mut und machte den ersten Schritt. Heute hat sie nach nur wenigen Stunden LernCoaching ein völlig neues, von Erfolgserlebnissen geprägtes Lerngefühl und kann problemlos den Vorlesungen folgen. Beim ersten Treffen hat sie durch Befragung und Tests schnell herausgefunden, dass sie schon bei Wörtern und einfachen Rechenaufgaben Probleme hatte. Das waren zwei starke Hinweise, dass sie bislang nicht konsequent visuell, sonder eher auditiv gelernt hat. Von den fünf Sinneskanälen sollten jedoch möglichst drei, nämlich Sehen - Hören - Fühlen genutzt werden. So hat der LernCoach sie zuerst in die Elemente des visuellen Lernens eingeführt. Sie sind einige Beispielsätze aus dem Fachbuch durchgegangen, haben zuerst nach dem Subjekt gesucht und dazu innere Bilder kommen lassen. Jedes Wort weckt eine bildliche Assoziation. Wenn diese nicht aus der Erinnerung geholt werden kann, muss eine Abbildung im Lehrbuch gefunden werden, so dass eine innere Vorstellung von der Wortbedeutung entsteht. Wenn so klar geworden ist, wie visuelles Lernen funktioniert, besteht der nächste Schritt darin, das zu finden, was aus einem Satz oder Abschnitt das Wichtigste ist. Füllwörter haben dabei keine Chance. Unter der Fragestellung „Was will ich mir merken?" landen diese Stichwörter in einem „Mind-Map". Wie diese Arbeitstechnik funktioniert, erklärte der LernCoach Susanne F. in der zweiten Sitzung: eine Art Gedächtniskarte oder Ideen-Baum. Dabei werden nur die gefundenen Stichwörter verwendet. Frau F. hat dann beschlossen, sich auf jede Vorlesung durch Vor-Lesen im Buch grob vorzubereiten und wichtige Stichwörter herauszuarbeiten. So entsteht eine Vor-Struktur im Kopf. Dabei hat Susanne F. ein weiteres ihrer Probleme erkannt: „Früher habe ich in den Vorlesungen immer krampfhaft mitgeschrieben. Ich hatte ständig Angst, etwas zu verpassen", berichtete sie. In der dritten Stunde wurde über ihre Einstellung gesprochen und darüber, wie konzentriert und leistungsfähig sie sich erlebt. Neben dem Vor-Lesen zuhause hat sie auch die Einstellung „Mut zur Lücke" an Stelle eines extremen Perfektionsstrebens mitgenommen. Vielleicht lässt sich Susanne F. noch ein oder zwei Mal „coachen", doch das Wesentliche weiß sie schon: Sie hatte zu lange nur auditiv gelernt, erkennbar an den schlechten Ergebnissen. Warum so wenige Sitzungen so viel bringen? Ich meine: „Alle Studierenden - und natürlich auch alle Schüler - können visuell lernen. Coaching bedeutet im Einzelfall, also wenn Probleme auftreten, dass Menschen darauf gebracht werden, was sie eigentlich schon längst können. Bildlich gesprochen, löse ich nur die Handbremse bei einem Auto, das im Grunde problemlos funktioniert." Im professionell durchgeführten LernCoaching für Schüler, Studierende und Berufstätige ist die (kostenlose) Schnupperstunde obligatorisch, bevor man sich entscheidet. |