Dr. Franz Karig Diese Seite ausdrucken

Die Graphologische Bewusstheit

analog zum Begriff der „Phonologischen Bewusstheit“

Ein „Graphem“ nimmt man durch Sehen wahr. Es wird zum „Phonem“, wenn es ausgesprochen und gehört wird. Buchstaben und Wörter, aber auch Zahlen usw., sind Grapheme und besitzen eine sichtbare, 'graphemische' Struktur.

Je klarer eine Person innerlich (mental) sieht,
- aus welchen Elementen, zumeist Buchstaben, sich ein Wort zusammensetzt und
- je eindeutiger sie Lautvariationen der einzig korrekten Schreibweise zuordnet,
desto höher ist ihre „Graphologische Bewusstheit“.

Sie stellt die Begabung jedes Menschen dar, sich die graphemische Struktur der Wörter zu verdeutlichen - und sie ist trainierbar!

Einer Person, die eine visuelle (mentale) Speicherung eines Wortbildes hat, fällt es leicht, den Buchstabencode beim Lesen- und Schreibenlernen zu begreifen. Sie hat, bildlich gesprochen, eine „Innere Bildfläche“als mentale Haftfläche für die einzelnen Wörter und sie kann Schreibweisen, die einmal gespeichert wurden,  gezielt wieder in die Erinnerung rufen.

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