Dr. Franz Karig Diese Seite ausdrucken

Die "DILTS-Methode"
bei Legasthenie/LRS, Rechenschwäche
und anderen Lern- und Verhaltensproblemen

Wenn man Legasthenie/LRS (Lese-/Rechtschreibschwäche, Dyslexie) oder Rechenschwäche (Dyskalkulie) nicht als „Teilleistungs-Schwäche“, als Veranlagung (Gene!) oder gar als Schicksal  begreift, sondern als das Ergebnis einer ungeeigneten Lernstrategie, dann kann man die Symptome mit den Methoden des Visuellen Lernens viel leichter mildern (oder gar beheben) als mit den Strategien aus anderen Erklärungsmodellen. Trainiert wird dabei die „Graphologische Bewusstheit“, die wahre Stärke der sicheren Rechtschreiber.

Benannt ist die Methode nach Robert Dilts, der die sog. "Rechtschreib-Strategie" unter Benutzung von NLP-Werk- zeugen entdeckt, aufgeklärt und beschrieben hat [1]. Er ist einer der Mitbegründer des NLP (Neuro-Linguistisches Programmieren). Eine gute Definition für NLP finden Sie unter hier.

Die "DILTS-Methode" ist den leistungsfähigen Recht­schreibern und Rechnern von Natur aus im Tiefsten vertraut. Sie wurde von ihnen regelrecht "abgeschaut", wurde also nicht erfunden oder künstlich konstruiert. Sie ist in der täglichen Praxis millionenfach verbreitet und stellt eine Art "natürliches Wissen und Können" dar. Hierbei handelt es sich um die gekonnte Benutzung beider Hemisphären des Gehirns: des Bilder-Speichers (in der rechten Hemisphäre für Bilder) und der Logik-Abteilung (in der linken Hemisphäre für "Abstraktes"). Als Metaphern dienen das sog. "Innere Wörterbuch" für Buchstaben und Wörter (Vokabeln), und das sog. ‚"Innere Mathebuch" für Zahlen und Gleichungen.

Wohlgemerkt: Der Bilder-Speicher enthält die bei jedem Menschen vorhandene visuelle Erinnerung. Man benutzt ihn beim Lesen, Schreiben, Rechnen als (sicheres) Standbein. Dazu kommt in jedem Fall das Gefühl als Kontrolle: Jeder leistungsfähige Rechtschreiber kennt das, wenn es ihn beim Anblick eines Tippfehlers "graust" oder er ihm "weh tut". Die korrekte Schreibweise dagegen "tut gut".
Kleiner Selbsttest: Schauen Sie sich mit geschlossenen Augen die Schreibweise einiger Wörter an, die Sie sich selbst vorsagen. Die sicheren Rechtschreiber sehen dabei praktisch immer nur die korrekte Schreibweise vor sich, Kreativschreiber mitunter jedoch zwei oder mehr Schreibweisen "zur Auswahl".

Auch bei sehr phantasievollen "Kreativschreibern" finden sich viele Wörter, die praktisch nie falsch geschrieben werden. Wie machen die das?! Genau diese Fähigkeit, Wörter dauerhaft richtig zu schreiben, wird weiter entwickelt und gestärkt - bis zu 100% = alles richtig!

Die "DILTS-Methode" [2] bietet das KnowHow der leistungsfähigen Rechtschreiber und Rechner in leicht trainier- barer Form an, ist also keine wissenschaftliche Theorie, sondern etwas, was Sie selbst und mit eigenen Augen und Ohren jederzeit nachvollziehen können. Auch ADS/ADHS wird verständlich vor diesem Hintergrund - und behandelbar.

[1] in: Schick "NLP und Rechtschreibstrategie", Junfermann-Verlag   [2] Broschüre des VDS 2004